Gebäudeversicherung
Gebäudeversicherungen

Die Gebäudeversicherungen sichern den Gebäudeeigentümer gegen die finanziellen Folgen von Brand/Feuer, Blitzschlag, Sturm- und Leitungswasserschäden ab. Sie ist für jeden verantwortungsbewussten Hauseigentümer ein Muss!

In der Gebäudeversicherung unterscheidet man zwischen Gewerbegebäuden (Gebäude mit überwiegend gewerblicher Nutzung) und Wohngebäuden (Nutzung überwiegend zu Wohnzwecken).

Bis zum Jahr 1995 bestand in Deutschland eine Pflichtversicherung für die Gebäudebrandversicherung (Feuerversicherung). Für die Pflicht zur Gebäudebrandversicherung gab es begrenzt auf die jeweiligen Bundesländer nur einzelne sogenannte Monopolversicherer. Seit dem Jahr 1995 besteht diese Pflichtversicherung nicht mehr. Ab diesem Zeitpunkt kann jeder Versicherer die Gebäudebrandversicherung anbieten und Sie als Gebäudeeigentümer haben die freie Auswahl unter den Gesellschaften.

Bei der Gebäudeversicherung / Wohngebäudeversicherung kann der Eigentümer die o. g. Risiken (Brand/Feuer, Blitzschlag, Sturm- und Leitungswasserschäden) einzeln absichern. Für die einzelnen versicherten Gefahren sind nicht nur die Sachschäden versichert, sondern auch die Kosten für Aufräumarbeiten und bei selbstbewohnten/selbstgenutzten Gebäuden auch der ortsübliche Mietwert für die Zeit, in der das Haus/Gebäude nicht nutzbar/nicht bewohnbar ist.

Der Beitrag wird in der Regel nach folgenden Kriterien ermittelt:

  1. Standort (genaue Anschrift) des Gebäudes
  2. Baujahr des Gebäudes
  3. Wohnfläche(Nutzfläche: Wohnwirtschaftlich, Gewerbe)
  4. Ausstattung
  5. Art der Nutzung (bei Gewerbe genaue Bezeichnung und Anteil der jeweiligen Gewerbearten)

Es empfiehlt sich den aktuellen Wert des Gebäudes mit einer Wertermittlung durch zu führen. Durch die Wertermittlung wird eine evtl. Unterversicherung ausgeschlossen (Unterversicherungsverzicht). Hierzu gibt es einen bestimmten Wertermittlungsbogen, der von allen Gesellschaften anerkannt wird.

Elementarschäden
Im Zusammenhang mit der Gebäudeversicherung kann der Hausbesitzer in der Regel zusätzlich die Elementarschadenversicherung (auch erweiterte Elementardeckung: Überschwemmung, Hochwasser, Erdrutsch, Geröll-, Schlammlawinen (Muren), Rückstauschäden nach Unwetter oder nach einem starken Regen/Platzregen einschließen. Die Elementardeckung gilt ebenso für den Schadenfall bei Schnee- und Eisdruck, Schneelawinen, Erdbeben, Erdesenkung/Erdfall, sowie bei Vulkanausbruch.

Wichtig: Überschwemmungen können jede Region in Deutschland betreffen, auch höher gelegene. Das haben die recht starken Unwetter der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt.

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